Tauffest 2011
    Losungen des Tages

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EKHN sucht 550 neue Pfarrer und Pfarrerinnen bis 2025

Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat in Erster Lesung ein Personalkonzept für den Pfarrdienst diskutiert, das potenziellen Nachwuchstheologen ein hohes Maß an Planungssicherheit bietet. Damit will die EKHN das Berufsfeld Pfarrdienst für interessierten Nachwuchs attraktiver machen, denn ab 2017 gehen die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand. Damit scheiden in der EKHN innerhalb von zwölf Jahren über 900 Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem aktiven Dienst aus, das ist mehr als die Hälfte dieser Berufsgruppe. Etwa 550 von ihnen sollen durch Nachwuchstheologen ersetzt werden. Ab 2013 sollen alljährlich möglichst 42 junge Pfarrerinnen und Pfarrer eingestellt werden, 15 mehr als derzeit.

Zahl der Pfarrstellen soll entlang der Mitgliederentwicklung sinken

Das Konzept sieht vor, gleichzeitig die Gesamtzahl der Pfarrstellen in der EKHN im Verhältnis zur sinkenden Mitgliederzahl zu reduzieren. Die EKHN verliert durch die demografische Entwicklung jährlich etwa ein Prozent ihrer Mitglieder. Ob die Kürzungsquote bei den Pfarrstellen ein oder 1,3 Prozent betragen soll, ist umstritten. Gegenwärtig hat die EKHN 1.650 Pfarrstellen. Langfristig soll ihre Zahl in zwei Stufen bis zum Jahr 2025 auf etwa 1.115 Stellen sinken. Das Konzept sieht vor, dass das derzeitige Verhältnis von 1660 Mitgliedern auf eine Pfarrstelle auch künftig im Wesentlichen erhalten bleibt. Die EKHN geht für 2025 von etwa 1800 Mitglieder pro Pfarrstelle aus. Die Zahlen sollen alle fünf Jahre überprüft und der realen Entwicklung angepasst werden.
Lesen Sie mehr unter www.ekhn.de.

Synode: Biosprit ist Fehlstrategie

Die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat sich mit den ökologischen und gesellschaftlichen Folgen eines erhöhten Einsatzes von Agrotreibstoffen – volkstümlich als Biosprit oder Biodiesel bezeichnet – befasst. In einer Resolution bittet die Synode die Landesregierungen in Hessen und Rheinland-Pfalz, die derzeitigen gesetzlichen Regelungen auf EU-, Bundes- und Landesebene kritisch zu hinterfragen und grundsätzlich zu überdenken und neu auszurichten. Sie plädiert dafür, die negativen ökologischen, ökonomischen, sozialen und menschenrechtlichen Folgen systematisch zu erfassen (Monitoring). Für die Automobilindustrie müssten Anreize geschaffen werden, „verstärkt energiesparende oder mit nachhaltiger Energie angetriebene Fahrzeuge zu entwickeln“. Zur Energieerzeugung sollten nach Auffassung der Synode „bevorzugt einheimische Reststoffe aus Land- und Forstwirtschaft genutzt werden, statt Energiepflanzen aus Übersee zu importieren“.
Weitere Informationen finden Sie hier


Heinz Thomas Striegler

Absolute Transparenz beim Geld

Finanzchef Heinz Thomas Striegler erläutert Kriterien der Evangelischen Kirche bei Geldanlagen

Beim Thema Geld und Geldanlagen sei absolute Transparenz das Wichtigste, so Heinz Thomas Striegler, Finanzchef und gleichzeitig Leiter der Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Bei allen Geldanlagen die die Evangelische Kirche auswähle, werde stets darauf geachtet, dass sie ethisch vertretbar und nachhaltig seien. Striegler sprach auf dem Jahresempfang der beiden Evangelischen Dekanate Bad Schwalbach und Idstein und des regionalen Diakonischen Werkes vor gut 120 Gästen und erläuterte ihnen die Kriterien für ethische und nachhaltige Anlagen.

"Gute Momente unter Gottes Schirm"

„Unter Gottes Schirm“ – so nennt die Evangelische Kirchengemeine Steinfischbach-Reichenbach (Waldems) ihr Fundraising-Konzept für die Dachsanierung ihrer zwei (!) Kirchen. Knapp 100.000 Euro müssen zusammenkommen, um auf Dauer zu gewährleisten, dass es nicht reinregnet und weitere Schäden abgewendet werden. „Die Renovierungen sind notwendig geworden, damit auch in Zukunft weiterhin Gemeinschaft in den Kirchen erlebt werden kann“, erläutert Pfarrerin Miriam Lehmann. Dafür setzt sich ein Team in der Gemeinde ein. „Die Kirchen stehen für gute Erinnerungen an besondere Momente und besondere Tage, wie Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen, Feste. Menschen schätzen die Möglichkeit, die Kirche zu besuchen, weil es gut tut, in Gottesdiensten, Andachten, Kraft zu tanken oder einfach um ein wenig Ruhe zu finden. Die beiden Kirchen prägen seit Jahrhunderten unsere Ortsbilder“, betont Pfarrerin Miriam Lehmann die Entscheidung für die Aktion „Unter Gottes Schirm“. Das Motto der Aktion zieht sich vielfältig durch das Gemeindeleben, etwa in Jugendgottesdiensten, beim Apfelfest, bei „Kino in der Kirche“ sowie auf zahlreichen Jubiläen und Festen.


Cordelia Kopsch als Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten nicht bestätigt

Kirchensynode verweigert Amtsinhaberin eine weitere Amtszeit
Die derzeit in Frankfurt tagende Kirchensynode der EKHN hat am Dienstag die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch nicht wieder gewählt. Ihre Amtszeit, die sie im Februar 2005 begonnen hat, endet im Januar 2013. Für ihre Nachfolge muss die EKHN nun geeignete Personen suchen. Kirchenpräsident Dr. Volker Jung bedauerte den Ausgang der Wahl. Er bezeichnete Kopsch als „loyale und verlässliche Stellvertreterin, die mein volles Vertrauen genießt“. Sie sei mit schwierigen Themen befasst gewesen, die auch in der Synode kontrovers diskutiert worden seien.

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Taufe auch für Menschen in anderen Lebensumständen ermöglichen

Taufe ist einmalig und tut gut
Pfarrerin Miriam Lehmann (Steinfischbach-Reichenbach) betonte auf der Synode, dass die Evangelische Kirche sich mehr um Menschen kümmern muss, in deren Lebensumständen eine Taufe zwar erwünscht aber „irgendwie nicht möglich ist“. Dieser Gedanke war unter anderem die Motivation für das jüngst durchgeführte Tauffest im Idsteiner Land, an dem 34 Menschen „Gottes Ja für ihr Leben spüren konnten“. So würden noch heute 95 Prozent aller Paare in denen beide evangelisch sind ihre Kinder taufen lassen, aber nur 25 Prozent der Kinder von unverheirateten Müttern. Dahinter stecke selten eine bewusste Entscheidung gegen dieses Sakrament, sondern eher die Tatsache, dass man durch die Mehrbelastung „den Zeitpunkt irgendwie verpasst habe“ oder kein Geld für ein Fest habe, so Lehmann. In vielen so genannten Patchworkfamilien wisse man schlichtweg gar nicht, wo und wie man feiern solle. Hier habe das Tauffest, mit einem gemeinsamen Picknick unter freiem Himmel eine sehr gute Alternative geboten.

Dekanatssynode Idstein bildet Rücklagen für Bildung und Vernetzung

Die Synode des Evangelischen Dekanates Idstein (eine Art Kirchenparlament, jedoch ohne Fraktionen) hat auf ihrer Sitzung beschlossen, Arbeitsbereiche wie Kinder- und Jugendarbeit, die Arbeit mit Ehrenamtlichen und gemeinsame und vernetzende Projekte von Kirchengemeinden mittelfristig zu sichern. So wurden 20.000 Euro in eine Rücklage gelegt, um Freizeiten mit Kindern- und Jugendlichen und Schulungsangebote für Ehrenamtliche zu unterstützen. Auch künftig wolle man Gelder in die Rücklage für diese Bereiche stecken, erläuterte die Vorsitzende der Dekanatssynode, Patricia Garnadt.

Diakoniestation ermöglicht mehr Menschlichkeit

Dekanin Heinke Geiter berichtete den gut 50 Synodalen und Gästen auf der Synode davon, dass man derzeit in einem guten Prozess sei, neue Verträge mit Kommunen und der Diakoniestation Idstein zu schließen. Ziel sei es, dass die Pflege auf diese Weise menschlich bleiben könne. Das sei einer der Hauptmerkmale der kirchlichen ambulanten Dienste. Das was die Krankenkassen finanzieren, reiche bei Weitem nicht dazu aus, den pflegebedürftigen Menschen auch Nähe und persönliche Zuwendung zu kommen zu lassen. Deshalb gäben die Landeskirche und die Kommunen im Idsteiner Land einen finanziellen Beitrag, um diese „diakonische Zeiten“. Mit „diakonischen Zeiten“ sind persönliche Zuwendung, Gespräche oder Beratung gemeint. Sie bedeute schlichtweg ein Mehr an Menschlichkeit, etwa mal mit dem Patienten zu Singen oder einfach für sie da zu sein und ihnen die Hand zu halten. Mit den Geldern von Kirche und Kommunen wird den Mitarbeitern der Diakoniestation ermöglicht mehr Zeit für die Patienten zu haben, die lebensnotwendig ist, aber heutzutage nicht mehr refinanziert wird.



Evangelischer Kindergarten in Oberems erweitert Betreuungsangebot

Der Evangelische Kindergartens Oberems, dessen Träger die Evangelische Lukasgemeinde Glashütten-Oberrod ist, hat sein Betreuungsangebot erweitert: Schulkinder der Hans Christian Andersen Schule Glashütten werden nun nach der Schule und in den Ferienzeiten betreut und gefördert.
Bereits vor einem Jahr entstand die Idee, berichtet Pfarrerin Anjas Bode. Vor allem die Suche nach geeignetem Personal erwies sich als große Herausforderung, so Bode. „Wir freuen uns sehr, dass es letztlich gelungen ist, die offenen Stellen mit Fachpersonal zu besetzen. Ab dem 1. August bietet der Kindergarten 10 Plätze für Schulkinder in einer altersgemischten Gruppe mit einer Betreuung von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr an. Zeitgleich sind für 10 Kindergartenkinder wieder eine Betreuungszeit von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr möglich.

Die Kirche und das liebe Geld

EKHN-Jahresbericht informiert mit Schwerpunkt Finanzen Zahl der Austritte leicht gesunken

Im Jahr 2010 sind in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau weniger Menschen aus der Kirche ausgetreten als in den Jahren zuvor. Darin unterscheidet sich die Entwicklung in der EKHN von der in den katholischen Bistümern, wo sich die Zahl der Austritte im Jahr 2010 erheblich erhöht hatte. Insgesamt ist die Situation der EKHN stabil. 2.989 Wiedereintritten (Vorjahr: 3.208) standen 10.978 Austritte (Vorjahr: 11.330) gegenüber. Im Jahr 2009 hatte die EKHN 1.746.407 Mitglieder, nun sind es noch 1.723.893, also 22.514 weniger. Hauptgrund ist die demografische Entwicklung, sie schlägt sich nieder in 21.305 Bestattungen, denen nur 13.749 Taufen gegenüber stehen. Diese Zahlen nennt der aktuelle Jahresbericht der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).

>>mehr über den Jahresbericht

>> zum aktuellen Jahresbericht (pdf)







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