Alphörner, geistliche Genüsse und ein "singendes Gottesvolk"
„Wunderbar“, flüstert ein Mann in der letzten Reihe der Wörsdorfer Kirche. Der satte Klang von Alphörnern verhallt in der historischen Lukaskirche. Vier Stunden zuvor: „Ich bin einfach nur froh, ich bin einfach nur froh!“, singt Elena hüpfend vor der Heftricher Kirche. Diese ist bereits zwanzig Minuten vor Beginn bis auf den letzten Platz gefüllt. Elena hat gleich ihren großen Auftritt beim Kindermusical: „Unterwegs mit David“. Knapp 30 Kinder und Jugendliche drängeln sich im Gang und warten darauf, dass es losgeht. Zuvor läuten die Glocken, wie überall im Idsteiner Land und laden zur 2. Nacht der Kirchen ein. Im gemeinsamen Abendgebet heißt es: „Die Nacht zum Tag machen, das heißt auch: Etwas anders machen als sonst. Alles, was normalerweise gilt, wird umgekehrt. Das ist etwas, was wir Menschen immer wieder brauchen: Die Augen offen halten. Den Blick wechseln. Gott in meiner Nacht sehen.“
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Keine längeren Laufzeiten für Kernkraftwerke
EKHN-Umweltpfarrer Meisinger: Umstieg auf Erneuerbare Energien nutzen
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) tritt dafür ein, konsequenter die Wende in der Energiepolitik herbeizuführen. Anlässlich des Ökumenischen Tags der Schöpfung am 3. September 2010 fordert der Umweltpfarrer der EKHN Dr. Hubert Meisinger die Bundesregierung öffentlich auf, die Laufzeit der Atomkraftwerke nicht zu verlängern. Wörtlich schreibt Meisinger, der im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN den Bereich Umwelt vertritt:
„Längere Laufzeiten von Atomkraftwerken sind ein Schritt in die falsche Richtung. Atomkraft kann durch menschliches Versagen und Missbrauch zu unüberschaubaren und irreversiblen Folgeschäden führen. Eine noch längere Nutzung vergrößert zudem den Atommüllbestand und damit die Hypothek, die wir den kommenden Generationen ohnehin schon übertragen. Bis heute gibt es kein schlüssiges Konzept zum Umgang mit dem Atommüll. Wo sollen die giftigen und strahlenden Müllcontainer hin? Und wer soll all die Jahrtausende darauf aufpassen? Es ist unverantwortlich, weiterhin auf diese Technologie zu setzen - sie übersteigt die Möglichkeiten des Menschen zur Verantwortungsübernahme.
Die katastrophalen Auswirkungen der Erderwärmung und des Klimawandels machen unweigerlich bewusst, dass wir den bereits eingeschlagenen Weg zu einem zukunftsfähigen Umgang mit Energie konsequent weiter gehen müssen.
Einmal in der Kirche schweben
Zimmer frei mit 250 Konfirmanden in Esch
Man kann eine Stecknadel fallen hören, so leise ist es im katholischen Gemeindehaus in Waldems-Esch. Gebannt hören 20 Konfirmanden Pfarrerin Miriam Lehmann aus Steinfischbach-Reichenbach zu. Sie erzählt ein eher unrühmliches Kapitel des alttestamentlichen Königs David, in dem es um Vertrauensbruch und Ehebruch geht und in dem der berühmte Psalmdichter keine gute Figur abgibt. Er erkennt seine Fehler und verurteilt sich selbst. Dennoch wird er von Gott nicht fallen gelassen. Die Konfirmanden aus Niedernhausen und Esch sitzen im „Zimmer Bibel Talk“, eines von neun „Zimmern“ auf dem 2. Dekanatskonfitag. Der Vorraum des Gemeindehauses St. Thomas ist kurzerhand zu einem orientalischen Beduinenzelt umgestaltet worden. Sie trinken ungesüßten Tee, sitzen auf Teppichen und dicken bunten Kissen.
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Niedernhausener feiern 45 jahre Diakoniestation
Die erste Gemeindeschwester hieß "Anni". Und auch 45 Jahre später zeigt sich Pfarrer Oliver Albrecht beeindruckt von dem professionellen Engagement, dem es nicht an "Herz" fehlt. "Im Mittelpunkt des Denken und Handelns der Diakoniestation Niedernhausen stehen die zu pflegenden Menschen", heißt es dementsprechend auch im Leitbild der Station. Vierzehn Mitarbeitende arbeiten in der Diakoniestation Niedernhausen, die Menschen in ganz Niedernhausen, Niederjosbach und Naurod versorgt. Tendenz steigend.
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Wiesbadener Tagblatt
Kirchengemeinden bitten um Spenden für Flutopfer in Pakistan
Die Evangelischen Kirchengemeinden im Dekanat Idstein bitten die Bevölkerung um Unterstützung für die Flutopfer in Pakistan. Kirchenpräsident Dr. Volker Jung sagte: „Das ist eine Katastrophe, die sich unserer Vorstellungskraft entzieht: Eine Fläche von der Größe Deutschlands steht unter Wasser. 20 Millionen Menschen sind obdachlos und hilfsbedürftig. Jetzt geht es ganz schlicht um Taten der Nächstenliebe."
Erfolgreiche Fereinspiele in Selters
"Die Ferienspiele in Selters waren ein großer Erfolg." Diese Resümee Vikar Martin Möller von der Evangelischen Kirchengemeinden Bad Camberg. Die Ferienspiele werden gemeinsam von der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Camberg und Niederselters und der Stadtjugendpflege Selters sowie den katholischen Kirchengemeinden Niederselters und Eisenbach durchgeführt. Seit vier Jahren bieten die Veranstalter die Ferienspiele als krönenden Abschluss der Sommerferien an. Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren konnten in der Turnhalle und auf dem Gelände der Mittelpunktschule Goldener Grund drei wunderbare Tage erleben. Die vielen ehrenamtlichen Helfer um Pfarrer Helmut Gross von der ev. Kirchengemeinde Bad Camberg und Niederselters hatten sich wieder interessante Workshops und lustige Spiele einfallen lassen. Jeder Tag war umrahmt von gemeinsamen Singen und Beten. Eine Theatergruppe, die bereits im Vorfeld geübt hatte, führte die turbulente Geschichte von Jona und dem Wal auf. Am Mittwoch endeten die Spiele und auch das Stück von Gottes Liebe zu Jona mit einem fröhlichen Abschlussgottesdienst.
Weitere Informationen und Bilder zu und von den Ferienspielen finden Sie unter
http://www.ferienspiele-selters.de
"Notre Dame im Auroffer Grund" wird 850 Jahre alt
Als „Notre Dame im Auroffer Grund“ hat der Propst für Südnassau, Dr. Sigurds Rink die 850 Jahre alte Liebfrauenkirche in Oberauroff beim Festgottesdienst genannt. In seiner Predigt lobt Rink den Zusammenhalt im kleinen Idsteiner Ortsteil, mahnte aber auch davor sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen. Er rief die Bürger dazu auf, das Gemeindeleben weiterhin lebendig zu halten. Rink sagte in seiner Predigt, heutzutage bleibe oft jeder für sich und die Gemeinschaft komme zu kurz. Dass das nicht so sein muss, zeigt der Zusammenhalt beim Jubiläum. Kirchenvorsteherin Uschi Kehder pflichtete ihm bei: „ Wir haben gespürt, dass die Gemeinde lebt und zu großen Taten fähig ist.“
ABC Schützen gehen mit Gottes Segen in neuen Lebensabschnitt
Hunderte von Kindern werden in der Region am kommenden Dienstag in einen neuen Lebensabschnitt treten. Mit der Schule beginnt etwas ganz Neues und Aufregendes für die ABC-Schützen. Bevor sie mit Schultüte und Schulranzen gemeinsam mit ihren neuen Klassenkameraden ihre erste Schulstunde erleben, erhalten sie in den zahlreichen Einschulungsgottesdiensten den Segen Gottes für diesen wichtigen Abschnitt. Pfarrer Markus Eisele (Idstein-Heftrich und Bermbach) wird beispielsweise zahlreiche Hüte mitbringen, die für unterschiedliche Dinge stehen: Sonnenhut, Regenhut, Wintermütze usw. Im Gepäck hat er auch einen unsichtbaren Hut für alle Kinder, Sinnbild für den Segen Gottes.
Zweite Nacht der Kirchen in und um das Idsteiner Land
Illuminierte Gotteshäuser, Turmbesteigungen, Lyrik, Kino, Kabarett und Konzerte. Mit diesem und vielen anderen Programmpunkten laden die Evangelische und Katholische Kirche am 3. September zur "2. Nacht der Kirchen in und um das Idsteiner Land" in 24 Gotteshäuser zwischen Bad Camberg und Niedernhausen sowie zwischen Hohenstein-Hennethal und Waldems-Reinborn ein. Am Freitagabend öffnen ab 19.00 Uhr bis Mitternacht die Kirchen in der Region ihre Türen. Über 120 Veranstaltungen werden für die unterschiedlichsten Zielgruppen angeboten. „So ein gemeinsames Event, an einem Abend, mit dieser Angebotsdichte ist für die Region etwas ganz Besonderes,“ betont Dekanin Heinke Geiter. Eine "Nacht der Kirchen" in einer ganzen Region ist in dieser Art ist auch in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) einzigartig.
Nicht Konkurrenz, sondern Bereicherung
Kirchenpräsident Jung gratuliert islamischen Verbänden zum Ramadan
11. August 2010. „Herzliche Glück- und Segenswünsche“ zum beginnenden Ramadan hat Kirchenpräsident Dr. Volker Jung dem Präsidenten des Verbandes der Islamischen Kulturzentren e. V. Mustafa Imal in Köln, dem Vorstand der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen e. V. Ramazan Kuruyüz in Gießen und dem Vorstand der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. Sadi Arslan in Köln gesandt.
Spendenaufruf: Schlimmste Überschwemmung in Pakistan seit 80 Jahren
Tausende Menschen vom Wasser eingeschlossen
Die verheerenden Überschwemmungen in Pakistan haben nach bisherigen Verlautbarungen mindestens 1100 Menschenleben gefordert. Nach offiziellen Angaben sind landesweit ungefähr eine Million Menschen von der Katastrophe betroffen. Die Überschwemmungen haben ganze Dörfer weg gespült. Noch immer sind schätzungsweise 27.000 Menschen vom Wasser eingeschlossen. Ursache der Überschwemmungen waren heftige Monsunregen, durch die zahlreiche Flüsse über die Ufer traten.
Mehr über die Hilfe für Opfer und Spendenmöglichkeiten
Matching Fund 2011: Finanzielle Unterstützung für Fundraising-Maßnahmen
uch im Jahr 2011 will die EKHN wieder Kirchengemeinde bei der Einführung von Fundraising finanziell unterstützen. 25 Gemeinden haben die Möglichkeit, Spenden, die sie im Jahr 2011 einwerben, im Verhältnis 3:1 bonifiziert zu bekommen. Gedeckelt ist der Bonus auf 10.000 Euro pro Gemeinde.
Bewerbungsschluss für den Matching Fund 2011 ist am 30. September 2010.
Mehr über den Matching-Fund ...
Ulrich Oelschläger neuer Präses
Die Elfte Kirchensynode der EKHN hat auf ihrer konstituierenden Sitzung am Donnerstag in Frankfurt Dr. Ulrich Oelschläger als Präses gewählt. Für Oelschläger als Vorsitzenden der Synode votierten 73 Synodale. Sein Mitbewerber Tobias Utter erhielt 66 Stimmen. In seiner Vorstellungsrede bekannte sich Oelschläger zum „offenen Diskurs, in dem jeder zu seinem Recht kommt und der zu einer reifen möglichst von allen tragbaren Entscheidung führt“.
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Dekanat investiert in Menschen
Die Evangelische Jugendarbeit in der Region ist in den vergangenen Jahren personell sowie im Angebotsspektrum ausgebaut worden. Das berichtete Dekanatsjugendreferent Paul-Martin Schenk auf der Tagung der Synode des Evangelischen Dekanates Idstein. Nicht nur, dass mittlerweile drei Gemeindepädagoginnen Kinder- und Jugendarbeit in Kirchengemeinden und der Region anbieten, es gibt auch merklich mehr Angebote: Diese reichen von Freizeitangeboten wie Klettern, Kanutouren, Konficup oder Ferienspielen über spirituelle Angebote bis hin zu Schulungen und Traineekursen für jugendliche Mitarbeitende. Als gemeinschaftsstiftende Großereignisse haben sich Events wie der Jugendkirchentag oder der Dekanatskonfitag bewährt.
Zur Unterstützung dieser Arbeit wählten die Delegierten aus den 24 Kirchengemeinden Pfarrerin Gabriele Scheid (Strinz-Trinitatis, Limbach-Wallbach) und Pfarrvikar Michael Koch (Niederseelbach und Dasbach) in das Amt der Jugendpfarrerin beziehungsweise des Jugendpfarrers. Die beiden stellten der Synode hoch motiviert auch schon zwei konkrete Höhepunkte vor: Zum Einen wollen sie zwei Jugendgottesdienste pro Jahr für Konfirmanden und Jugendliche (z. B. Osternacht) anbieten, zum Anderen planen sie „ein eindrückliches Ereignis zu Beginn der Konfirmandenzeit“, etwa ein Konfirmandencamp oder eine Abenteuertour.
Kommission gibt Empfehlungen zum Umgang mit sexuellem Missbrauch
Zweite Strafanzeige gestellt
Die von der Kirchenleitung am 18. März eingesetzte Kommission zum Thema sexueller Missbrauch hat am Dienstag in Darmstadt getagt. Ihre Aufgabe war es, die Regeln zum Umgang mit Missbrauchsfällen in der EKHN und der Diakonie zu überprüfen, Vorwürfe und Schilderungen von Betroffenen auszuwerten und Empfehlungen zu geben. Die Kommission, der Vertreterinnen und Vertreter aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie aus dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau (DWHN) angehören, kommt zu folgenden Ergebnissen.